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Seminare

 

Bei Bedarf finden in der Fahrschule Endres Seminare statt. Termine hierfür können vereinbart werden. Zeitpunkt, Art und Modalitäten bereits geplanter Seminare können dem Terminkalender entnommen werden. Außerdem werden sie meistens im Bereich "Aktuelles" angekündigt.
 

Seminare
Neben dem konventionellen Theorie-Unterricht werden in der Fahrschule Endres folgende Seminare abgehalten:






ASF - Aufbauseminare für Fahranfänger
ASF

Bei erstmaligem Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese - mit Ausnahme der Klassen M, L, S, und T - auf Probe erteilt. Die Probezeit dauert 2 Jahre. Die Fahrerlaubnis auf Probe liegt der Gedanke "Bewährungszeit" zugrunde. Der Fahranfänger unterliegt in der Probezeit besonderen Regeln, die der hohen Unfallgefährdung entgegenwirken sollen. Die Führerscheinstellen müssen bestimmte Maßnahmen ergreifen, wenn der Fahranfänger sich in der Probezeit nicht bewährt.

Beschreibung
Die Probezeit dauert zwei Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung an. Die Fahrerlaubnis auf Probe ist aber kein "Lernführerschein" oder "Anfängerführerschein", wie sie zum Teil im Ausland existieren, sondern eine vollwertige Fahrerlaubnis.

Die Fahrerlaubnisbehörden müssen bestimmte Maßnahmen ergreifen, wenn der Fahranfänger sich nicht bewährt. Dies ist dann der Fall, wenn er

  • während der Probezeit gewichtige Verkehrszuwiderhandlungen begangen hat und diese Zuwiderhandlungen durch Bußgeldbescheid bestandskräftig oder durch gerichtliche Entscheidung rechtskräftig festgestellt wurden und
  • diese Zuwiderhandlungen zu einem Eintrag in das Verkehrszentralregister (VZR) führen (Bußgeld von mindestens 40 €).

Bei Zuwiderhandlungen innerhalb der Probezeit - maßgeblich ist die Tatzeit - muss die Führerscheinstelle folgende Maßnahmen ergreifen:

Zuwiderhandlung:
Eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen
Maßnahme:
Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar

Zuwiderhandlung:
Nach Teilnahme an einem Aufbauseminar erneut eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen
Maßnahme:
Schriftliche Verwarnung verbunden mit der Empfehlung, innerhalb von zwei Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen

Zuwiderhandlung:
Nach Ablauf dieser Frist erneut eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen 
Maßnahme:
Entziehung der Fahrerlaubnis

Durch die Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar verlängert sich die Probezeit kraft Gesetzes um weitere zwei Jahre auf insgesamt vier Jahre. Die Fahrerlaubnisbehörde muss die Fahrerlaubnis entziehen, wenn keine Teilnahme am Aufbauseminar innerhalb der von der Behörde vorgegebenenen Frist erfolgt. Ein Neuerwerb setzt die Teilnahme an einem Aufbauseminar voraus.

Entzieht die Fahrerlaubnisbehörde nach Durchlauf der vorgeschalteten Maßnahme aufgrund von Verkehrszuwiderhandlungen die Fahrerlaubnis, so darf eine neue Fahrerlaubnis frühestens nach einer Wartezeit von drei Monaten erteilt werden. Mit der Erteilung beginnt eine neue Probezeit im Umfang der Restdauer der vorherigen (i.d.R. um 2 Jahre verlängerten) Probezeit. Die Führerscheinstelle hat in diesem Fall in der Regel die Beibringung eines Gutachtens einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung anzuordnen, sobald der Inhaber einer Fahrerlaubnis innerhalb der neuen Probezeit erneut eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen hat.




ASP - Aufbauseminare für Punkteauffällige
ASP

Punktebewertung: Die im Verkehrszentralregister erfassten Straftaten eines Fahrerlaubnisinhabers werden je nach Art und Schwere mit 5 bis 7 Punkten, die Ordnungswidrigkeit mit 1 bis 4 Punkten bewertet.

Maßnahmen: Für die nach dem Punktsystem zu treffenden Maßnahmen sind ausschließlich die Fahrerlaubnisbehörde der Länder zuständig. Das Punktsystem sieht folgend abgestufte Maßnahmen (§4 Abs. 3 Straßenverkehrsgesetz) vor.

 

Punktebewertung Maßnahmen
8 bis 13 Punkte Verwarnung mit Hinweis auf die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme an einem Aufbauseminar
   
14 bis 17 Punkte Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar (falls keine Teilnahme an einem Aufbauseminar bereits in den letzten fünf Jahren erfolgte) mit Hinweis auf die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung
   
14 bis 17 Punkte und bereits Aufbauseminar Erneute schriftliche Verwahrnung mit Hinweis auf die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung
   
18 und mehr Punkte Entziehung der Fahrerlaubnis



Punkteabzug:
Ein Punkteabzug ist nur innerhalb von fünf Jahren möglich, und es kann kein Abzug auf Vorrat angelegt werden:

 

Abzug bis zu 4 Punkten freiwillige Teilnahme an einem Aufbauseminar und Punktestand bis 8 Punkte
Abzug von 2 Punkten freiwillige Teilnahme an einem Aufbauseminar und Punktestand von 9 bis 13 Punkte
Kein Abzug bei einer angeordneten Teilnahme
Abzug von 2 Punkten freiwillige Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung bei 14 bis 17 Punkten




Auskunft über den Punktestand

Jeder kann unentgeltlich über die zu seiner Person erfassten Entscheidung(en) und über die Punkte schriftlich Auskunft erhalten. Ein entsprechender Antrag ist mit Angabe der vollständigen Personendaten (Geburtsdatum, Geburtsort, Familienname, Vorname(n), Geburtsname) und Anschrift sowie mit einem Identitätsnachweis (§ 30 Abs. 8 Straßenverkehrsgesetz) an das Kraftfahrt-Bundesamt, Verkehrszentralregister, 24932 Flensburg, zu richten.

Als Identitätsnachweis werden bei schriftlichen Auskunftsersuchen anerkannt:

1. die amtliche Beglaubigung der Unterschrift
2. die Ablichtung des Personalausweises oder des Passes

oder des behördlichen Dienstausweises.

Der Identitätsnachweis dient zum Schutz der im VZR eingetragenen Personen und soll verhindern, dass Unbefugte widerrechtlich Auskunft über Dritte erhalten.



Weitere Informationen bekommen Sie direkt beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg